„ Darwins Diadochen “ ist der dritte Band der Kritik der Evolutionären Vernunft , der den Aufstieg der Evolutionären Erkenntnislehre unter Darwins Zeitgenossen nachzeichnet. Der bei allen frühen Evolutionisten latente Lamarckismus – die Lehre von der Vererbung erworbener Eigenschaften, auch in der mentalen Evolution – führt zur Adaptation unseres menschlichen Geistes an die evolutionäre Anpassungswelt, wie sie die Evolutionsphilosophie zumeist bis heute behauptet. Erst der Übergang zum reinen Darwinismus – dem spontanen Wachstum des Organischen samt Selektion – führt, schon bei William James, zur Autonomie der Hirnevolution und der Befreiung unserer Evolutionären Intelligenz aus ihren vermeintlichen umweltbedingten ‚mesokosmischen‘ Beschränkungen. So erscheint die kognitive Evolution als ein in sich selbst positiv rückgekoppelter, sich selbst verstärkender Prozess, bei dem die Intelligenz zum wesentlichen Kriterium ihrer eigenen Selektion wird.