Es ist Frühling im Jahr 1983 in einer kleinen vorderpfälzischen Gemeinde. Vor der Grundschule geschieht ein Unfall: Ein Junge auf dem Fahrrad fährt vom Gehsteig auf die Straße, direkt vor das Auto von Barbara Pohlmann. Und stirbt. Nach einer Woche meldet sich ein Zeuge: Vincent Krzyzaniak, Bauer aus dem Allgäu, 30 Jahre älter als die Angeklagte. Er ist bereit, für Pohlmann auszusagen – zu einem hohen Preis. Die kaufmännische Angestellte packt ihre Sachen, verlässt die Heimat und folgt diesem Mann auf seinen abgeschiedenen Hof. Elf Jahre bleibt sie, dann kehrt sie zurück an den Rhein. Kaum wieder zu Hause, klingelt das Telefon. Es ist Paul, ein vermeintlicher Bekannter aus Jugendtagen. Diese Telefonstimme, dieser Mann ohne Nachnamen, ohne Gesicht, wird zum engsten Vertrauten von Barbara Krzyzaniak. Doch: wer ist Paul ...? Für die Arbeit an diesem Roman erhielt Barbara Krauß den Martha-Saalfeld-Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz.